Roséwein wird oft als Sommerwein abgetan — zu Unrecht. Wer sich durch das Sortiment von genussland.de trinkt, findet Weine, die gegen Sommerlochklischees anarbeiten: trocken, strukturiert, mit Aromen von Johannisbeere bis Kräutern. 44 Rosés, die das ganze Jahr Bestand haben.
Herstellungsverfahren im Überblick
Drei Wege führen zum Rosé — und im Sortiment sind alle drei vertreten.
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Saignée: Während der Rotwein-Maischegärung wird ein Teil des Safts abgezogen. Das Ergebnis ist ein kräftigerer, oft dunklerer Rosé.
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Direktpressung: Rote Trauben werden wie Weißwein sofort gepresst. Das gibt helle, filigrane Rosés mit wenig Gerbstoff — der Standard für Provence-Stilistik.
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Chiaretto: Die norditalienische Tradition am Gardasee. Kurze Maischestandzeit, präzise Säure, salziger Nachhall. Im Sortiment von Pasini San Giovanni, Cà dei Frati und Perla del Garda.
Länder und Winzer
Der deutsche Rosé (25 Weine) kommt überwiegend aus Pfalz und Rheinhessen: Knipser, Rings, Philipp Kuhn, Weedenborn, Kühling Gillot und Markus Schneider zeigen, was moderne Spätburgunder- und Cuvée-Rosés können.
Der italienische Rosé (15 Weine) ist fast ausschließlich Gardasee-Chiaretto — salzig, kräuterig, sehr essensaffin. Dazu kommen einzelne Südtiroler Rosés aus Lagrein oder Vernatsch.
Der österreichische Rosé (4 Weine) ist schmal, aber charakteristisch: Zweigelt-Rosé von Nimmervoll und der biodynamische „naked rosé" von Gernot Heinrich.
Gut zu wissen: Frostige Kühlschranktemperatur ist für Rosé die falsche Idee. 10–12 °C bringen Frucht und Kräuter ins Glas; unter 8 °C verschließt sich der Wein und schmeckt wässrig.
Wann Rosé, wann nicht?
Rosé ist die Zwischenlösung zwischen Weiß und Rot — und genau das ist seine Stärke. Zu mediterran gewürzten Gerichten, zu Fisch mit Tomate, zu gegrilltem Gemüse oder Antipasti ist Rosé oft die beste Wahl. Zu kräftigen Fleischgerichten greifen wir eher zum Rotwein, zu reinem Fisch eher zum Weißwein.