Dijon Senf
Klassischer Dijon-Senf nach französischer Rezeptur von 1861
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Dijon Senf von Bornibus. Glatt gerieben, klar in der Schärfe, aus Paris.
Dijon Senf ist der glatte, fein geriebene französische Tafelsenf der Maison Bornibus, scharf ohne Süße. Kein Körnersenf, kein süßer Weißwurstsenf, kein mittelscharfer Tafelsenf deutscher Machart.
Dijon Senf ist ein fein vermahlener Senf aus braunen Senfkörnern und Branntweinessig, der seine Schärfe aus dem Korn zieht und nicht aus Zusätzen. Der Unterschied zum deutschen mittelscharfen Senf zeigt sich beim ersten Löffel.
Deutscher Tafelsenf setzt auf Milde und eine dezente Süße. Der Dijon lässt beides weg. Was bleibt, ist eine klare, aufsteigende Schärfe und eine glatte, fast cremige Textur ohne sichtbares Korn. Wer ihn zum ersten Mal pur probiert, unterschätzt regelmäßig die Menge.
Die Schärfe sitzt in der Nase, nicht auf der Zunge
Senfschärfe funktioniert anders als Chilischärfe. Sie steigt nach oben, erreicht den Nasenraum und verschwindet nach wenigen Sekunden wieder vollständig. Genau dieses Auf und Ab macht den Dijon aus.
Im Glas ist er hellgelb bis beige und glänzt leicht. Auf dem Löffel zieht er Fäden, statt zu tropfen. Am Gaumen kommt zuerst die Säure des Essigs, dann die Schärfe, darunter eine feine Bitterkeit vom Korn. Der Abgang ist kurz und sauber, ohne süßlichen Nachhall.
Die Schärfe entsteht erst beim Anrühren. Zerkleinertes Senfkorn setzt in Verbindung mit Wasser ein Senföl frei, das für den stechenden Eindruck sorgt. Deshalb ist ein frisch geöffnetes Glas deutlich schärfer als eines, das seit Monaten im Kühlschrank steht.
Auch die Farbe verrät etwas über die Machart. Ein sehr heller, fast weißer Senf enthält meist einen hohen Anteil gelber Körner und fällt milder aus. Der beigebraune Ton hier zeigt den Anteil brauner Saat, aus der die kräftigere Schärfe stammt.
Wer einen mittelscharfen, leicht süßen Tafelsenf erwartet, wird den Dijon als zu scharf und zu trocken empfinden. Zur Weißwurst, zur Currywurst oder für Kinderteller ist er nicht geeignet. Seine Aufgabe ist Würze, nicht Begleitung.
Ein Löffel bindet, zwei Löffel dominieren
Die klassische Anwendung ist die Vinaigrette. Ein Teelöffel Dijon auf drei Esslöffel Öl und einen Esslöffel Essig ergibt eine Emulsion, die nicht mehr auseinanderfällt.
Darüber hinaus gibt es vier Einsätze, die sich im Alltag bewährt haben. Ein Esslöffel in die Sauce zum Rinderfilet, erst nach dem Abziehen vom Herd eingerührt. Ein knapper Teelöffel unter Mayonnaise für ein Remouladen-Fundament. Dünn auf das Fleisch gestrichen vor der Kräuterkruste, damit die Panade haftet. Und als Basis für eine Sauce ravigote mit Schalotten, Kapern und fein gehackten Cornichons.
Unser Tipp: Rühren Sie Dijon niemals in kochende Flüssigkeit. Über etwa 60 Grad zerfällt das Senföl, die Schärfe verschwindet und zurück bleibt eine dumpfe Bitterkeit. In warme Saucen gehört er ganz zum Schluss, bei ausgeschalteter Platte.
Bei der Vinaigrette entscheidet die Reihenfolge über das Ergebnis. Senf und Essig zuerst verrühren, dann das Öl in dünnem Strahl einlaufen lassen, unter ständigem Schlagen. Wer Öl und Essig zusammen in die Schüssel gibt und den Senf danach unterhebt, bekommt keine stabile Emulsion.
Auch die Lagerung entscheidet mit. Ein angebrochenes Glas verliert im Kühlschrank über Wochen an Schärfe, ohne zu verderben. Ein großer Vorrat lohnt sich deshalb weniger als ein Glas, das zügig leer wird.
Ein Detail am Rande: Dijon verträgt sich schlecht mit stark bitteren Begleitern. Zu Radicchio oder Chicorée addieren sich Senfbitterkeit und Blattbitterkeit, und der Salat kippt. Eine Prise Zucker im Dressing fängt das ab, ohne den Senf zu übertönen.
Frische lässt sich am Glas ablesen. Ein Senf, dessen Oberfläche nachdunkelt und der beim Öffnen kaum noch in die Nase steigt, hat sein Bestes hinter sich. Er ist dann nicht verdorben, aber als Würzmittel deutlich schwächer.
Ein Pariser Lehrer, der die Senfmühle neu erfand
Alexandre Bornibus war Lehrer, bevor er Senf machte. 1821 in der Champagne geboren, arbeitete er zunächst im Schulbetrieb seines Bruders und später im Molkereigroßhandel.
Mit knapp vierzig übernahm er die kleine Senffabrik Touaillon et fils in der Rue Coquillière bei den Pariser Hallen. 1861 gab er ihr seinen eigenen Namen und verlegte sie in das damals neu erschlossene Belleville. Am Boulevard de la Villette blieb der Firmensitz bis 1992.
Sein eigentlicher Beitrag war technischer Natur. Im März 1864 meldete Bornibus ein Verfahren zum Sieben von Senf zum Patent an — eine Maschine, die das Mahlgut feiner und gleichmäßiger trennte, als es damals üblich war. Genau daher stammt die glatte Textur, die den Dijon von grob gemahlenem Senf unterscheidet.
Alexandre Dumas nahm ihn in sein Grand dictionnaire de cuisine auf und führte die Qualität ausdrücklich auf die selbst gebauten Maschinen zurück. Nach Bornibus' Tod 1882 übernahmen seine drei Söhne; zwei starben früh, Paul führte das Haus weiter.
Der Mahlgrad ist beim Senf keine Nebensache. Je feiner das Korn aufgeschlossen wird, desto mehr Zellen brechen auf und desto vollständiger läuft die Reaktion ab, aus der die Schärfe entsteht. Ein grober Mahlgang lässt einen Teil des Potenzials ungenutzt im Korn.
Ein letzter Hinweis zur Menge im Haushalt. Ein 250-Gramm-Glas reicht bei regelmäßigem Salatessen etwa zwei Monate, bevor die Schärfe merklich nachlässt. Wer ihn nur gelegentlich einsetzt, sollte ihn fest verschlossen und kalt lagern.
Warum Dijon keine Herkunft ist, sondern eine Machart
Dijon ist kein geschützter Ursprung. Anders als beim Champagner beschreibt der Name ein Verfahren, nicht einen Ort — fein vermahlene braune Senfkörner, angesetzt mit einer sauren Flüssigkeit statt mit Wasser allein.
Deshalb darf ein Pariser Haus seinen Senf Dijon nennen, und deshalb stammt heute nur ein Bruchteil des sogenannten Dijon-Senfs tatsächlich aus Burgund. Wer das weiß, beurteilt einen Senf nach Korn und Machart statt nach dem Ortsnamen auf dem Etikett.
Für die Küche ist das eine praktische Erkenntnis. Nicht der Ort auf dem Glas entscheidet über die Qualität, sondern der Mahlgrad, die Frische und die Säure, mit der angesetzt wurde. Ein Pariser Dijon kann näher am Original liegen als mancher aus Burgund.
Praktisch heißt das auch: Ein guter Dijon macht andere Zutaten überflüssig. Wo sonst Zucker, Sahne oder ein Fertigdressing die Kanten glätten sollen, reicht ein Teelöffel Senf und etwas Öl. Das Ergebnis hat weniger Bestandteile und mehr Kontur.
Als Mitbringsel funktioniert das Glas bei Menschen, die selbst Vinaigrette anrühren und den Unterschied zwischen Tafelsenf und Dijon kennen. Auf einem Käsebrett neben Cornichons und Baguette braucht es keine weitere Erklärung.
Ein Senf, der eine Vinaigrette zusammenhält und nebenbei erklärt, warum französische Salate anders schmecken.
Maison Bornibus
Maison Bornibus
Maison Bornibus ist eine traditionsreiche Feinkostmarke aus Paris, gegründet 1861 von Alexandre Bornibus, dem „Senfkönig Frankreichs“. Die Manufaktur wurde für ihre innovativen Dijon-Senf-Rezepturen und soziale Unternehmensführung bekannt. Heute steht Bornibus für edlen Senf, feine Mayonnaisen mit frischen Eiern und knackige Cornichons – stilvoll verpackt und geschmacklich auf höchstem Niveau. Feinkost mit Geschichte – Bornibus vereint Pariser Tradition mit feinem Genuss.
Nährwertangaben
Nährwertangaben
Nährwertangaben je |
100g / ml |
|---|---|
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Energie (kJ) |
622 kJ |
|
Energie (kcal) |
149 kcal |
|
Fett |
11 g |
|
davon gesättigte Fettsäuren |
0,77 g |
|
Kohlenhydrate |
1,80 g |
|
davon Zucker |
1,80 g |
|
Eiweiß |
7,20 g |
|
Salz |
6,10 g |
Alkoholgehalt
Alkoholgehalt
|
Alkoholgehalt |
% vol |
|---|
Zutaten
Zutaten
|
Zutaten |
Wasser, SENFkörner, Brandweinessig, Salz, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Konservierungsmittel: KALIUMMETABISULFIT |
|---|---|
|
Allergene |
Senf und Sulfite |
Inverkehrbringer
Inverkehrbringer
Maison Bornibus
Casimex Fine Foods GmbH
Leclerc, 94410 Saint-Maurice, Frankreich
+33 1 43 77 69 82
casimex@casimex.fr
casimex.fr

Wie alles begann
Kennen Sie das? Sie kommen aus dem Urlaub zurück, im Koffer eine Flasche Olivenöl aus Portugal, ein Glas Fruchtaufstrich aus Südtirol, vielleicht eine Tafel Schokolade aus einer kleinen Manufaktur in Frankreich — und fragen sich: Warum gibt es so etwas nicht einfach bei mir zu Hause? Diese Frage haben wir uns immer wieder gestellt.
Wir, das sind Kerstin und Stephan Uhlenbusch aus Nordhorn, einer Stadt an der deutsch-niederländischen Grenze. Auf Reisen durch Europa haben wir die schönsten kulinarischen Entdeckungen gemacht: Bergapfelsäfte aus den Südtiroler Hochlagen, bretonische Fassbutter, handgefertigte Pasta aus Italien, französisches Meersalz. Nicht die großen Luxusprodukte haben uns fasziniert, sondern die ehrlichen, handwerklich hergestellten Lebensmittel von Menschen, die mit ganzem Herzen hinter ihrem Produkt stehen.
2002 haben wir den Entschluss gefasst, diese Begeisterung zu unserem Beruf zu machen: gute Lebensmittel zugänglich zu machen für alle, die nicht selbst zu den Produzenten reisen können. So entstand unser Feinkost-Versand — zunächst als Geschäft in Nordhorn, bald darauf als einer der ersten Gourmet-Onlineshops in Deutschland. Damals unter dem Namen nur Gutes — heute führen wir ihn als genussland.de fort. Der Anspruch ist derselbe geblieben: hier wohnt der gute Geschmack.
Wer wir sind
Was uns antreibt, ist dieselbe Neugier, mit der wir 2002 gestartet sind: herausfinden, wer wirklich richtig gute Lebensmittel macht. Über mehr als zwei Jahrzehnte haben wir ein Netzwerk aufgebaut — zu Produzenten, Händlern, Gastronomen und Genusshandwerkern aus ganz Europa.
Kerstin war Geschäftsführerin des Verbandes der führenden Delikatessen-Kaufleute in Deutschland — dem Branchenverband der besten inhabergeführten Feinkostgeschäfte des Landes. In dieser Rolle hat sie die deutsche Feinkostbranche nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet. Mit dem deli Festival haben wir außerdem eine eigene B2B-Fachmesse für Delikatessen ins Leben gerufen, die Produzenten, Händler und Gastronomen aus ganz Europa zusammenbrachte. Das Festival gibt es heute nicht mehr — die Beziehungen, die daraus entstanden sind, begleiten uns bis heute.
Was heißt das für Sie? Wir kennen unsere Branche wie kaum jemand sonst. Handelskammern und Wirtschaftsförderungen aus ganz Europa vermitteln uns immer wieder spannende Erzeuger, die ihre Produkte auf dem deutschen Markt anbieten möchten. So landet im genussland immer wieder etwas, das Sie in keinem Supermarkt und in kaum einem anderen Shop finden.
Was Sie bei uns finden
Unser Sortiment umfasst Feinkost, Delikatessen, Weine, alkoholfreie Getränke sowie ausgewählte Küchen- und Wohnaccessoires — aus Manufakturen in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Portugal, Spanien, England, Island, Dänemark, Schweden, Griechenland und den USA.
Ein natives Olivenöl extra aus Portugal, ein echter Aceto Balsamico aus Modena, Fleur de Sel von der bretonischen Küste, handgemixte Gewürzmischungen. Fruchtaufstriche, aromatischer Honig, Trüffel-Feinkost, Chutneys und Senfsaucen. Jahrgangssardinen und feine Fischkonserven, Risotto-Reis und handgemachte Pasta — Grundzutaten für das ehrliche Kochen und Besonderes für die großen Momente.
Unser Frische-Versand bringt die legendäre Beurre Bordier aus der Bretagne, italienische Burrata und feine Salami zu Ihnen nach Hause — sicher verpackt und durchgängig gekühlt.
Besonders am Herzen liegt uns der Wein: Weißwein aus Rheinhessen und der Pfalz, Rotwein aus Österreich und dem Burgenland, Rosé für die Grillsaison, Naturwein für Entdeckungsfreudige, Sekt und Champagner für besondere Momente. Nicht aus aller Welt — aber von Winzern, die wir persönlich besucht haben und deren Arbeit wir schätzen. Viele von ihnen arbeiten biologisch oder biodynamisch.
Unsere Philosophie
Was macht ein Produkt zu einem genussland-Produkt? Diese Frage stellen wir uns bei jedem einzelnen Artikel, den wir ins Sortiment aufnehmen. Die Antwort ist nie eindimensional — es ist die Kombination aus Handwerk, Herkunft, Zutaten und den Menschen dahinter.
Wir stellen viele Fragen, bevor ein Produkt seinen Weg in unseren Shop findet. Wie wird es hergestellt? Woher stammen die Rohstoffe? Welche Philosophie verfolgt der Hersteller? Wir merken schnell, ob wir Marketingfloskeln zu hören bekommen oder ob ein Produzent sich freut, seinen Werdegang zu erklären. Genau diese Begeisterung suchen wir — und finden sie immer wieder.
Handwerk. Wir bevorzugen Produkte von kleinen Manufakturen und Familienbetrieben, die ihre kulinarischen Schätze oft seit Generationen in Handarbeit herstellen. Die sorgfältige Verarbeitung und das handwerkliche Können schmeckt man in jedem Bissen.
Beste Zutaten. Gute Qualität beginnt für uns bei den Rohstoffen. Ob Obst, Gemüse, Milch, Fleisch oder Getreide — wir achten darauf, dass unsere Hersteller auf erstklassige, möglichst naturbelassene Zutaten setzen. Viele unserer Produzenten arbeiten biologisch zertifiziert; unser Shop selbst ist bio-kontrolliert unter der Nummer DE-ÖKO-037.
Herkunft und Regionalität. Wir schätzen Produkte mit klarer regionaler Identität. Ein Südtiroler Bergapfelsaft aus langsam gereiften, alten Apfelsorten. Ein portugiesisches Olivenöl von Bäumen, die seit Jahrhunderten das Landschaftsbild prägen. Diese Geschichten der Herkunft machen Delikatessen zu dem, was sie sind.
Persönliche Beziehung zum Hersteller. Viele unserer Lieferanten kennen wir persönlich seit Jahren, manche seit über zwei Jahrzehnten. Wir besuchen sie, probieren gemeinsam, tauschen uns aus. Diese Nähe garantiert Transparenz und Vertrauen.
Am Ende des Tages muss es schmecken. Wir probieren alle Produkte selbst — nicht nur einmal, sondern immer wieder beim Kochen, am Tisch, auf dem Teller. Nur was uns selbst überzeugt, findet seinen Weg in den Shop.
Die Menschen hinter den Produkten
Was uns am meisten beglückt: Wir dürfen Passionisten auf ihrem Weg begleiten. Menschen, deren Antrieb es ist, ein gutes Produkt noch besser zu machen. Manche begleiten uns seit unserer Gründung — über zwanzig Jahre.
Da ist der Südtiroler Obstbauer, der aus alten, langsam gereiften Apfelsorten einen Bergapfelsaft keltert, wie man ihn sonst nirgends findet. Die italienische Balsamico-Familie, die ihren Essig in Modena über Jahrzehnte reifen lässt. Die bretonische Butter-Manufaktur, deren handgeschlagene Butter in den besten Restaurants Europas auf der Karte steht. Der dänische Lakritz-Pionier, der eine jahrhundertealte Spezialität neu erfunden hat.
Hinter jedem Produkt in unserem Shop steht ein Mensch, eine Familie, eine Geschichte. Und genau diese Geschichten machen den Unterschied zwischen einem austauschbaren Lebensmittel und einer echten Delikatesse.
hier wohnt der gute Geschmack
Ob Sie Feinkost online bestellen möchten, einen besonderen Wein suchen, ein Geschenk für einen lieben Menschen zusammenstellen wollen oder einfach Ihre Küche mit hochwertigen Zutaten bereichern — bei genussland sind Sie richtig.
Stöbern Sie durch unser Sortiment, lassen Sie sich inspirieren und bestellen Sie Ihre Lieblingsprodukte bequem nach Hause. Mehr zu unserem Weg lesen Sie auf der Seite Nachhaltigkeit und Verantwortung. Haben Sie eine Frage? Wir freuen uns über Ihre Nachricht an unseren Kundenservice.
Herzlich willkommen bei genussland.
Kerstin und Stephan Uhlenbusch

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