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Maison Bornibus

Körniger Senf

Grob gebrochene Körner, mild und hitzefest zum Grillen

Normaler Preis 4,95€
Verkaufspreis 4,95€ Normaler Preis
Stückpreis 20,20€  pro  kg
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Inhalt

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Dijon Senf
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Honig Senf
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Körniger Senf
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Körniger Senf von Bornibus. Ganze Körner, Weißwein, hitzefeste Würze.

Körniger Senf ist der grob gebrochene Senf der Maison Bornibus, bei dem gelbe und braune Körner sichtbar bleiben. Kein glatter Dijon, keine süße Honigvariante, kein Ersatz für Tafelsenf auf dem Brot.

Körniger Senf ist ein grob vermahlener Senf, dessen Körner nur angebrochen statt zerrieben werden und deshalb zwischen den Zähnen knacken. In Frankreich heißt er Moutarde en grains.

Der Unterschied zum glatten Senf ist zuerst ein baulicher. Bleibt das Korn ganz, bleibt auch die Schale intakt, und die Schärfe wird nur nach und nach frei. Er schmeckt deshalb milder als ein fein geriebener aus demselben Rohstoff — und hält seine Würze länger.

Milder als er aussieht, mit Weißwein im Hintergrund

Optisch verspricht der körnige Senf mehr Wucht, als er liefert. Die sichtbaren Körner lassen an Kraft denken, tatsächlich ist er die zurückhaltendere Sorte im Regal.

Im Glas liegt eine beige-braune, dicke Masse mit deutlich erkennbaren gelben und dunklen Körnern. Am Gaumen kommt zuerst eine milde Säure, dann eine leichte Süße und erst danach die Schärfe. Weißwein rundet die Kanten ab und gibt dem Senf eine fruchtige Tiefe, die dem klassischen Dijon fehlt.

Die Textur ist das eigentliche Argument. Jedes Korn platzt einzeln auf und setzt einen kleinen Schärfepunkt frei. Der Eindruck ist dadurch nicht flächig, sondern gestreut — ähnlich wie bei grob gemahlenem Pfeffer gegenüber feinem Pfefferpulver.

Auch die Farbverteilung im Glas hat einen Grund. Die hellen Körner sind gelbe Saat und liefern Volumen und Milde, die dunklen sind braune Saat und tragen die Schärfe. Das Mischungsverhältnis entscheidet darüber, ob ein körniger Senf eher weich oder eher kantig ausfällt.

Wer eine gleichmäßig scharfe, glatte Konsistenz erwartet, wird den körnigen Senf als zu mild und zu stückig empfinden. Für eine gebundene Vinaigrette ist er nicht geeignet, weil die Körner nicht emulgieren. Emulgieren bleibt die Disziplin des fein geriebenen Senfs.

Er hält Hitze aus, und das ändert alles

Die geschlossene Kornschale schützt das Senföl vor der Temperatur. Während glatter Senf über etwa 60 Grad seine Schärfe verliert, übersteht der körnige auch längeres Garen.

Vier Anwendungen, die das ausnutzen. Ein Esslöffel unter die Marinade für Schweinerücken, mindestens zwei Stunden vor dem Grillen aufgetragen. Zwei Esslöffel in den Bratenfond zum Schmorbraten, mitgekocht statt nachgerührt. Ein Teelöffel in eine Sahnesauce zu Schweinefilet, die anschließend noch einreduzieren darf. Und großzügig auf Lachs gestrichen, der danach zwölf Minuten in den Ofen geht.

Gut zu wissen: Kalt entfaltet er sich anders als warm. Im kalten Dressing bleiben die Körner als Textur spürbar und geben dem Salat Biss. Wer diesen Effekt will, rührt ihn erst kurz vor dem Servieren unter und nicht Stunden vorher.

Bei der Marinade lohnt sich Geduld. Der Senf würzt nicht nur. Er hält Feuchtigkeit an der Oberfläche und bildet beim Grillen eine Kruste, an der Kräuter und Pfeffer haften. Zwei Stunden Vorlauf reichen, über Nacht wird es intensiver.

Für Bratkartoffeln funktioniert er als Finish. Einen Teelöffel erst nach dem Braten unter die heißen Kartoffeln heben, dann bleiben die Körner erhalten und lösen sich nicht in Fett auf. In die Pfanne gegeben würde er dagegen verbrennen.

Auf der Käseplatte ersetzt er das Chutney. Zu einem gereiften Comté oder Bergkäse passt er besser als jede Konfitüre, weil er Süße vermeidet. Ein Klecks neben süß-sauren Cornichons deckt beide Richtungen ab.

Aus einer Fabrik in Belleville, die Maschinen selbst baute

Die Maison Bornibus entstand 1861 in Paris. Ein ehemaliger Lehrer übernahm damals eine kleine Senffabrik bei den Hallen und gab ihr seinen Namen.

Er verlegte den Betrieb nach Belleville, damals ein neu erschlossenes Industrieviertel im Nordosten von Paris. Am Boulevard de la Villette entstand ein Werk, das bis 1992 in Betrieb blieb und dessen Gebäude noch heute steht.

Bornibus baute seine Mühlen und Siebe selbst. 1864 ließ er ein eigenes Siebverfahren patentieren, mit dem sich der Mahlgrad genauer steuern ließ als mit den damals verbreiteten Anlagen. Diese Kontrolle ist die Voraussetzung für grobe Ware. Das Korn muss aufbrechen, ohne zu zerfallen — ein schmaler Bereich zwischen ganz und gemahlen.

Belleville war für diese Ansiedlung der naheliegende Ort. Das Viertel wurde 1860 nach Paris eingemeindet, Grundstücke waren günstig und die Anbindung an die Stadt war neu geschaffen. Zahlreiche Lebensmittelbetriebe siedelten sich in diesen Jahren dort an.

Das Werk lief über 130 Jahre. Erst 1992 gab das Haus den Standort am Boulevard de la Villette auf; das Gebäude mit dem alten Schriftzug steht bis heute und gilt als Zeugnis der industriellen Vergangenheit von Belleville.

Für einen körnigen Senf zählt vor allem die Gleichmäßigkeit. Brechen zu viele Körner vollständig auf, wird die Masse glatt und die Textur verschwindet. Bleiben zu viele ganz, schmeckt der Senf dünn und wässrig. Der Reiz liegt in der Mitte, und die lässt sich nur über die Anlage steuern.

Die Sorte hat in Frankreich einen festen Platz in der Regionalküche. Zum Pot-au-feu, zu gekochtem Rindfleisch und zu Wurstwaren wird sie traditionell gereicht, oft neben Cornichons und grobem Salz. Als Tischsenf, nicht als Zutat im Topf.

Grober Senf ist eine eigene Zutat, kein gröberer Dijon

Wer körnigen Senf als rustikale Variante des glatten versteht, verwendet ihn falsch. Die beiden lösen unterschiedliche Aufgaben und ersetzen einander nicht.

Der glatte Dijon bindet, der körnige strukturiert. Der eine verschwindet in der Sauce und hinterlässt Schärfe, der andere bleibt sichtbar und liefert Textur. In einer gut sortierten Küche stehen deshalb beide Gläser nebeneinander, nicht alternativ zueinander.

Das zeigt sich auch bei der Menge. Vom glatten Senf braucht ein Gericht einen Teelöffel, vom körnigen gern das Doppelte, weil ein Teil der Schärfe im geschlossenen Korn gebunden bleibt. Wer beide gleich dosiert, wundert sich über das schwache Ergebnis.

Auch optisch erfüllt er eine Aufgabe. Ein Löffel körniger Senf auf dem Teller signalisiert, womit gewürzt wurde, und macht die Sauce lesbar. Glatter Senf verschwindet spurlos — was manchmal gewollt ist und manchmal schade.

Als Mitbringsel eignet er sich für Menschen, die grillen oder schmoren — dort spielt er seine Hitzefestigkeit aus. Auf einem Brett mit Käse, Landbrot und eingelegtem Gemüse trägt er einen Teil der Mahlzeit allein.

Ein Senf, den man im Gericht noch sehen kann — und der auch nach einer Stunde im Ofen noch würzt.

Maison Bornibus

Maison Bornibus ist eine traditionsreiche Feinkostmarke aus Paris, gegründet 1861 von Alexandre Bornibus, dem „Senfkönig Frankreichs“. Die Manufaktur wurde für ihre innovativen Dijon-Senf-Rezepturen und soziale Unternehmensführung bekannt. Heute steht Bornibus für edlen Senf, feine Mayonnaisen mit frischen Eiern und knackige Cornichons – stilvoll verpackt und geschmacklich auf höchstem Niveau. Feinkost mit Geschichte – Bornibus vereint Pariser Tradition mit feinem Genuss.


Nährwertangaben

Nährwertangaben je

100g / ml

Energie (kJ)

658 kJ

Energie (kcal)

158 kcal

Fett

10,70 g

davon gesättigte Fettsäuren

0,75 g

Kohlenhydrate

2,30 g

davon Zucker

2,20 g

Eiweiß

7,70 g

Salz

4,20 g

Alkoholgehalt

Alkoholgehalt

% vol

Zutaten

Zutaten

Wasser, SENFkörner, Branntweinessig (35%), Salz, Weißwein (enthält SULFITE), Zucker, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Gewürze, Konservierungsmittel: KALIUMMETABISULFIT

Allergene

Senf und Sulfite

Inverkehrbringer

Maison Bornibus
Casimex Fine Foods GmbH
Leclerc, 94410 Saint-Maurice, Frankreich

+33 1 43 77 69 82
casimex@casimex.fr
casimex.fr