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Antica Bottega Siciliana

Sizilianische Orangenmarmelade

Stückige Marmelade aus süßen Trapani-Orangen, nach Familienrezept

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Sizilianische Orangenmarmelade. Vier Zutaten, zwei Stunden Kochzeit, viel Sonne aus Trapani.

Sizilianische Orangenmarmelade von Antica Bottega Siciliana ist eine stückige Zitrus-Konfitüre aus süßen Orangen der Hügel um Trapani. Gekocht wird sie nach überliefertem Familienrezept in kleinen Chargen. Keine herbe Bitterorangen-Zubereitung nach britischem Vorbild, kein glattes Gelee, kein Industrieprodukt.

Sizilianische Orangenmarmelade ist ein Fruchtaufstrich der Antica Bottega Siciliana aus Trapani, gekocht aus Pulpe und Schale sonnengereifter sizilianischer Orangen. Vergessen Sie für einen Moment das britische Frühstück. Dort regiert die Pomeranze, die Bitterorange: herb, dunkel, kompromisslos. Sizilien wählt den anderen Weg. Hier wandern süße Orangen der Sorten Brasiliano und Navel ins Glas, mitsamt Fruchtfleisch und fein geschnittener Schale. Das Ergebnis schmeckt heller, saftiger und deutlich näher an der frischen Frucht. Genau darin liegt ihr Reiz: Sie schmeckt nach Obstgarten, nicht nach englischem Teesalon. Die leise Bitternote der Schale bleibt trotzdem erhalten — als Akzent, nicht als Programm.

Sonnige Süße mit einem feinen bitteren Nachklang

Brasiliano- und Navel-Orangen geben dieser Konfitüre eine warme, volle Süße, die feine Schalenstreifen mit einem leisen Bitterton ausbalancieren. Im Glas leuchtet sie orange bis bernsteinfarben, durchzogen von sichtbaren Stücken aus Frucht und Schale. Die Konsistenz ist dicht und saftig: Die Pulpe bringt Körper, die Schale bringt Biss. Nichts daran ist glatt gerührt oder passiert — jede Charge behält ihre rustikale Struktur.

Auf der Zunge steht zuerst die Frucht — süß und rund, mit dem Aroma frisch geteilter Orangen. Dann übernimmt die Schale mit ihren ätherischen Ölen und einem trockenen, dezent herben Abgang. Der Zitronensaft im Rezept strafft die Süße und hält den Gesamteindruck frisch. Am deutlichsten zeigt sich der Charakter auf warmem Toast: Die Butter schmilzt, das Zitrusöl duftet auf. Kalt aus dem Kühlschrank wirkt die Süße gebremster, bei Zimmertemperatur voller. Es lohnt sich, das Glas rechtzeitig herauszustellen. Verglichen mit einer Erdbeerkonfitüre wirkt sie erwachsener, verglichen mit englischer Ware geradezu freundlich.

Wer den kompromisslos herben Charakter englischer Pomeranzen-Zubereitungen sucht, wird diese Variante als zu sanft empfinden. Wer Bitternoten dagegen ganz meidet, greift besser zu einer reinen Fruchtkonfitüre. Die Schale ist hier spürbar mit im Spiel.

Aufs Brot, in die Crostata, über den Braten

Auf gebuttertem Sauerteigbrot oder einem warmen Cornetto zeigt die Marmelade ihre klassische Seite. Tragen Sie sie dünn auf — der hohe Fruchtanteil bringt mehr Eigengeschmack mit als gewöhnliche Aufstriche. Croissant und Brioche vertragen eine großzügigere Schicht, denn die Bitternote fängt die Süße des Gebäcks ab. Morgens ersetzt ein Teelöffel im Porridge den Zucker und bringt Zitrusfrische in die Schüssel.

Für eine sizilianische Crostata rollen Sie Mürbeteig aus und verstreichen den halben Glasinhalt darauf. Teigstreifen als Gitter darüber, 35 Minuten bei 180 °C — mehr verlangt das Rezept nicht. Süß geht auch im Glas: Ein Esslöffel unter Mascarpone gerührt, geschichtet mit zerbröselten Cantuccini, ergibt ein schnelles Dessert. Herzhaft funktioniert sie ebenso. Zwei Esslöffel, mit einem Teelöffel Sojasauce verrührt, glasieren Hähnchenkeulen aus dem Ofen. Ein Teelöffel im Dressing aus Olivenöl und Zitronensaft begleitet Salate mit Fenchel und schwarzen Oliven. Auf dem Käsebrett setzt sie neben mildem Sulla-Honig einen fruchtigen Kontrapunkt zu würzigem Caciocavallo.

Gut zu wissen: Für spiegelglatte Tortenglasuren ist die stückige Struktur unbehandelt nicht geeignet. Erwärmen Sie die Marmelade mit einem Esslöffel Wasser und streichen Sie sie durch ein feines Sieb. So entsteht in zwei Minuten eine Aprikotur-Alternative mit Zitrusduft. Den letzten Rest im Glas lösen Sie mit heißem Wasser zu einem improvisierten Orangensirup für Tee.

Von Hand geerntet und zwei Stunden im Topf

Die Orangen für dieses Glas wachsen in den Hügeln um Trapani und werden von Hand geerntet. Gewaschen, geschält und geschnitten köcheln sie rund zwei Stunden im Topf, begleitet nur von Zucker und Zitronensaft. Konservierungsstoffe und Verdickungsmittel kommen nicht hinein — das Rezept stammt aus der Generation der Großeltern. Zwei Stunden klingen unspektakulär, machen aber den Unterschied: Die Schale wird weich, die Aromen konzentrieren sich. Trapani liegt an der Westspitze Siziliens, zwischen Salinen, Weinbergen und Meer. Das milde Winterklima lässt die Früchte langsam reifen. Geerntet wird in den kühlen Monaten, wenn die Orangen ihr volles Aroma erreicht haben.

Auch die Sortenwahl ist kein Zufall. Die Navel verdankt ihren Namen der nabelartigen Zweitfrucht an der Blüte, sie ist kernarm und intensiv aromatisch. Die Brasiliano zählt zu den hellen, süßen Sorten der Insel. Beide liefern viel Pulpe und eine aromatische Schale — die ideale Basis für eine Marmelade ohne Zusätze.

Dass die Masse ohne Zusätze geliert, ist Zitrus-Handwerk mit Tradition. Die weiße Innenschicht der Orangenschale, das Albedo, enthält von Natur aus viel Pektin. Beim langen Kochen löst es sich, die Säure des Zitronensafts lässt es vernetzen. So bindet die Masse ohne zugesetzte Geliermittel — ein Verfahren, älter als jede Lebensmittelindustrie.

Hinter dem Glas steht Salvatore Novara, ein junger Unternehmer aus Trapani. Nach Jahren in Nordfrankreich und Rom kehrte er nach Sizilien zurück, um den Familienbetrieb auszubauen. Unter dem Dach seiner Antica Bottega Siciliana versammelt er kleine Erzeuger der Insel, die nach alten bäuerlichen Rezepten arbeiten. Bewahren, erzählen, verfügbar machen — bewusst fern jeder industriellen Logik. Marmelade wie diese entsteht dort, wo sie herkommt: bei den Erzeugern selbst, nicht in einer zentralen Fabrik. Einen Überblick über Pesto, Pasta und Honig des Hauses gibt die Kollektion der Antica Bottega Siciliana.

Warum dieses Glas Marmelade heißen darf

Nach EU-Recht darf nur eine Zubereitung aus Zitrusfrüchten als Marmelade verkauft werden. Alle anderen Früchte ergeben offiziell Konfitüre. Die deutsche Konfitürenverordnung, die auf einer europäischen Richtlinie beruht, reserviert den Namen seit Jahrzehnten für Zitrus. Was im Alltag kaum jemand beachtet, macht dieses Glas zur Orangenmarmelade im streng rechtlichen Wortsinn. Das Wort selbst stammt vom portugiesischen Marmelo, der Quitte, aus der einst Marmelada gekocht wurde. In Italien heißt bis heute fast jeder Fruchtaufstrich liebevoll Marmellata — mit Namen nimmt man es dort weniger streng als mit Rezepten.

Als Geschenk erzählt das Glas genau diese Geschichte: echtes Handwerk, echte Herkunft, echter Name. Zusammen mit der sizilianischen Zitronenmarmelade des Hauses wird daraus ein Zitrus-Duo für den Frühstückstisch — als Mitbringsel, Dankeschön oder Baustein eines italienischen Genusspakets. Wer Gastgebern etwas mitbringen möchte, das nicht nach Verlegenheit aussieht, liegt mit diesem Glas richtig.

Ein kleiner Vorrat Sizilien für den Küchenschrank — für alle Morgen, an denen das Frühstücksbrot nach Sonne und Süden schmecken soll.


Nährwertangaben

Nährwertangaben je

100g / ml

Alkoholgehalt

Alkoholgehalt

% vol

Zutaten

Zutaten

Orangenpulpe (80%), Zucker, Orangenschale, Zitronensaft

Allergene

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