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Cà dei Frati

Amarone della Valpolicella – 2019

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Amarone della Valpolicella DOCG 2019 von Cà dei Frati. Vier Rebsorten, dreijährige Reife, 94 Falstaff-Punkte.

Amarone della Valpolicella 2019 ist der kraftvolle Appassimento-Rotwein aus dem Veneto. Die Familie Dal Cero füllt ihn unter dem Etikett „Pietro dal Cero" als Hommage an den Vater des Hauses Cà dei Frati. Kein süßer Recioto, kein gewöhnlicher Valpolicella, kein Wein für den schnellen Schluck.

Amarone della Valpolicella 2019 ist ein trockener italienischer Rotwein der Cuvée Pietro dal Cero. Die Cuvée vereint 70 Prozent Corvina Veronese, 20 Prozent Corvinone Veronese, je 5 Prozent Rondinella und Croatina. Das Glas zeigt ein tiefes Granatrot, fast schwarz im Kern. In der Nase tritt zuerst Sauerkirsche hervor, gefolgt von dunkler Schokolade, süßen Gewürzen und einer floralen Note dunkler Veilchen. Falstaff bewertete diesen Jahrgang 2025 mit 94 Punkten. Es ist der Wein, mit dem Cà dei Frati die Lugana-Heimat bewusst verlässt und ins Veneto wechselt.

Sauerkirsche, Schokolade, dunkle Rose

Die Aromatik des Amarone steht auf drei Säulen: rote Frucht, dunkle Würze und florale Tiefe. In der Nase dominiert reife Sauerkirsche, eingebettet in Anklänge von Pflaumenmus und getrockneter Feige. Im Hintergrund stehen Zartbitterschokolade, Zimt, Tabak und eine Spur Lakritz. Mit Luft öffnet sich eine ungewöhnlich florale Lage — dunkle Veilchen, getrocknete Rose, ein Hauch Lavendel.

Am Gaumen ist der Wein dicht, körperreich, doch nicht schwerfällig. Die Tannine sind seidig poliert, die Säure trägt die ganze Wucht der Frucht. Auf 16 Prozent vol Alkohol gebaut, bleibt der Wein dennoch in Balance, weil die lange Reife jeden Eindruck von Wärme einbindet. Der Abgang zieht sich lang über Schokolade, Kakao und einen Hauch Pfeffer.

Wer einen leichten, fruchtigen Italiener für den Sommerabend sucht, wird den Wein als zu wuchtig empfinden. Auch für reine Liebhaber knackiger Junior-Tannine ist der Amarone nicht das richtige Etikett — die Reife hat hier alles weichgeschliffen.

Zu Brasato, Steinpilzrisotto und reifem Hartkäse

Servieren Sie diesen Amarone bei 17 bis 18 °C aus einem großen Burgunderglas. Dekantieren Sie eine Stunde vor dem ersten Schluck, bei jüngeren Flaschen gern auch länger.

An den Tisch passt der Wein zu kräftigen, langgegarten Fleischgerichten. Brasato al Barolo, Osso buco mit Safranrisotto, ein Schmorbraten mit Steinpilzen, geschmortes Wildragout mit Polenta oder ein klassisches Boeuf bourguignon spielen seine Tiefe aus. Auch zu gegrilltem Rinderfilet mit Trüffelbutter ist er ein Gegenüber auf Augenhöhe. Mutige Gastgeber probieren ihn zu dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil oder zu Tiramisu mit kräftigem Espresso — eine Verbindung, die seine schokoladigen Aromen verlängert. Im Käsegang trägt er gereiften Parmigiano Reggiano, einen 24 Monate Gran Padano oder kräftige Bergkäse mit Honig und Nüssen.

Aus Erfahrung: Öffnen Sie die Flasche nicht zu jung. Der 2019er beginnt jetzt, sich zu öffnen, und wird in den kommenden acht bis zehn Jahren noch deutlich an Tiefe gewinnen. Wer aktuell schon trinkt, sollte mindestens eine Stunde Karaffenkontakt einrechnen. Für eine Vergleichsverkostung im eigenen Haus empfehlen wir den jüngeren Ronchedone 2023 und den Klassiker Amarone Pietro dal Cero 2018 aus demselben Haus.

Eine Hommage über die Regionsgrenze

Cà dei Frati ist eigentlich kein Veneto-Haus, sondern in der Lombardei verwurzelt. Das Weingut hat seinen Sitz in Lugana di Sirmione am Südufer des Gardasees. Dort steht es seit Generationen für Weißwein, allen voran den Lugana. Mit dem Amarone setzt die Familie Dal Cero einen bewussten Kontrapunkt. Der Wein trägt nicht zufällig den Namen Pietro dal Cero, des Vaters, der 1969 zu den Mitbegründern der DOC Lugana zählte. Pietro hat die Region maßgeblich geprägt. Der Amarone ist die Verbeugung der nächsten Generation vor diesem Erbe — gefüllt aus Trauben jenseits der eigenen Appellation.

Die Trauben für den Amarone werden im Veneto gelesen und anschließend nach Appassimento-Tradition getrocknet. Über etwa 100 Tage verlieren die Beeren rund ein Drittel ihres Gewichts. Was bleibt, sind konzentrierter Most, intensive Aromen und ein höherer Zuckergehalt, der im fertigen Wein in zusätzliches Glycerin und Volumen umgesetzt wird. Anschließend reift der Wein 24 Monate in Barrique, weitere 12 Monate im Stahltank und mindestens 24 Monate in der Flasche, bevor er das Haus verlässt. Insgesamt liegen also rund fünf Jahre zwischen Lese und Verkauf — eine Zeitspanne, die jedem schnellen Marktdruck widerspricht.

Die DOCG Amarone della Valpolicella ist eine der streng reglementierten italienischen Appellationen. Die Bezeichnung Amarone darf nur ein Wein tragen, der aus den autochthonen Rebsorten Corvina, Corvinone, Rondinella und kleineren Zusatzsorten stammt. Die Trauben müssen vor der Vinifikation traditionell getrocknet werden. Dass die Familie Dal Cero hier mit einer eigenen Cuvée auftritt, ist im Markt eher die Ausnahme als die Regel. Üblicherweise wird die DOCG von etablierten Veneto-Häusern bespielt, die ihre Hänge in Valpolicella selbst bewirtschaften. Cà dei Frati hat sich entschieden, mit ausgesuchten Partnerwinzern zu arbeiten. Die Vinifikation übernimmt die Familie in der eigenen Cantina — eine Konstellation, die Konzentration und Stil in einer Hand hält.

Die zusätzliche Reife in der Flasche unterscheidet diesen Amarone von schnelleren Marktware-Vertretern. Wo viele Häuser nach der gesetzlichen Mindestreife abfüllen und ausliefern, lässt die Familie Dal Cero weitere Jahre ins Land gehen. Das Ergebnis ist ein Wein, der schon beim Öffnen Trinkreife zeigt, aber gleichzeitig noch Jahre an Entwicklung vor sich hat.

Ein Wein für lange Abende

Was diesen Wein besonders macht, ist die Verbindung von Kraft und Eleganz. Dabei sind die 16 Prozent vol Alkohol nie der dominante Eindruck, sondern werden von der gereiften Frucht und der präsenten Säure aufgefangen. Viele Vertreter der DOCG geraten in den Verdacht, monolithisch zu wirken — schwer, süßlich, alkoholbetont. Hier dagegen hat die Reife genug Zeit gehabt, die einzelnen Komponenten ineinander zu führen. Der Wein bleibt komplex, aber zugänglich. Als Geschenk für ambitionierte Weinliebhaber ist er eine sichere Wahl, gerade dann, wenn Italien zur Sprache kommt. Auf dem eigenen Tisch eignet sich der Pietro dal Cero für die langen Abende zu Beginn der kühlen Jahreszeit. Dann werden die Gespräche länger und das Essen wird kräftiger. Servieren Sie ihn dann nicht zwischen anderen Weinen, sondern lassen Sie ihn die Hauptrolle übernehmen. Ein Amarone trägt einen Abend allein. Er verträgt keine Nebenrollen und keine eilige Aufmerksamkeit.

Ein Wein, der nicht für die schnelle Runde gefüllt wurde — sondern für jene Abende, an denen die Zeit eine zweite Flasche zulässt.

Cà dei Frati

In unserem Online-Shop kannst Du die Weine von Cà dei Frati aus Sirmione am Gardasee entdecken: vom frischen Il Frati Lugana über den holzgereiften Brolettino, den eleganten Rosa dei Frati bis zum kräftigen Rotwein Ronchedone. Cà dei Frati steht für exzellente Weine mit Tradition seit 1939.


Nutritional Information

Nutritional information per

100g / ml

Alcohol content

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Ingredients

Allergens

Sulfite

Distributor

Cà dei Frati
Az. Agr. Cà dei Frati
Via Frati, 22, 25019 Lugana di Sirmione (BS), Italien

+39 030 919468
info@cadeifrati.it
cadeifrati.it