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Antica Bottega Siciliana

Wildblütenhonig aus Sizilien

Kalt geschleuderter Millefiori-Honig aus der Macchia bei Trapani

Regular price 6,90€
Sale price 6,90€ Regular price
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Wildblütenhonig aus Sizilien. Was die Macchia bei Trapani in einem Jahr hergibt.

Wildblütenhonig aus Sizilien von Antica Bottega Siciliana ist ein kalt geschleuderter Millefiori-Honig aus wilden Blüten der Macchia rund um Trapani. Kein Sortenhonig, kein pasteurisierter Industriehonig, keine anonyme Mischung aus mehreren Herkunftsländern.

Wildblütenhonig aus Sizilien ist ein naturbelassener Millefiori-Honig von Antica Bottega Siciliana aus dem Nektar wilder Blüten im Hinterland von Trapani. Beim Wein gehört der Jahrgang selbstverständlich aufs Etikett. Bei diesem Honig hätte er dieselbe Berechtigung.

Was ins Glas kommt, bestimmt nicht der Imker, sondern das Jahr selbst. Regen im Frühjahr, Hitze im Juni, die Abfolge der Blüten in der Buschlandschaft. Jede Ernte hält fest, wie dieser Landstrich zwischen Salinen und Hügelland geblüht hat. Das macht ihn zum Gegenentwurf aller austauschbaren Frühstückshonige. Ein Löffel genügt, um den Unterschied nachzuschmecken.

Bernsteinfarben, mild und von wilden Kräutern geprägt

Der Wildblütenhonig leuchtet zwischen Goldgelb und hellem Braun und verbindet sanfte Süße mit feinen Kräuternoten. Je nach Erntejahr fällt der Ton heller oder dunkler aus. Auch das gehört zu seinem Jahrgangscharakter.

In der Nase wirkt dieser sizilianische Honig blumig und warm, mit einem Anklang von getrocknetem Heu. Am Gaumen schmilzt er weich, die Süße bleibt rund und wird nie aufdringlich. Die Distel steuert eine dezente herbe Kante bei, wilder Dill einen Hauch Würze. Die Sulla-Blüte legt darunter ihre helle, klare Grundsüße.

Der Abgang ist sauber und mittellang, mit einer leisen Karamellnote zum Schluss. In kräuterbetonten Jahren wirkt das Ganze würziger, in blütenreichen Jahren weicher und floraler. Frisch geschleudert fließt der Honig klar und golden vom Löffel. Mit den Monaten wird er feinkörnig fest und cremig, wie es unerhitzte Honige tun. Am Geschmack ändert das nichts, nur an der Textur.

Wer die dunkle Wucht eines Kastanienhonigs oder die Harznote eines Waldhonigs sucht, wird diesen Honig als zu sanft empfinden. Seine Stärke ist die Balance. Er begleitet, statt zu dominieren, und bleibt dabei vielschichtiger als neutrale Standardware aus dem Supermarktregal.

Vom Frühstücksbrot bis zum gereiften Pecorino

Die ausgewogene Süße macht diesen Honig zu einem vielseitigen Küchenbegleiter, der süße wie salzige Partner verträgt. Auf kräftigem Sauerteigbrot mit kalter, gesalzener Butter tritt sein Kräuterton am deutlichsten hervor. Über griechischem Joghurt mit gerösteten Mandeln ersetzt er jeden Sirup. Auf dem Frühstückstisch ergänzt er eine sizilianische Zitronenmarmelade um die mildere, wärmere Süße.

Zum Käse zeigt er Format. Ein halber Teelöffel auf gereiftem Pecorino oder einem leicht pikanten Blauschimmel setzt einen süßen Gegenpol. Im Dressing ersetzt ein Teelöffel Honig mit Zitronensaft und Olivenöl den Zucker. Probieren Sie das zu Fenchelsalat mit Orangenfilets. Auch ein reifer Caciocavallo, der birnenförmige Käse Süditaliens, nimmt die Süße dankbar an. Für ein schnelles Dessert verrühren Sie zwei Esslöffel mit 250 g Ricotta und streuen gehackte Pistazien darüber. Ein dünner Faden über warmem Milchreis mit Zimt macht aus Resten ein Sonntagsdessert.

Auch warme Küche steht ihm gut. Ein Esslöffel in der Marinade für Ofenkürbis oder geröstete Möhren karamellisiert zu einer würzigen Glasur. Auf Crostini mit Ziegenfrischkäse und einigen Tropfen Honig entsteht in zehn Minuten ein Antipasto, das nach Sizilien schmeckt.

Gut zu wissen: Rühren Sie den Honig erst in Tee oder Milch, wenn das Getränk trinkwarm ist. Oberhalb von etwa 40 °C verflüchtigen sich die feinen Blütenaromen, und übrig bleibt bloße Süße. Für Rezepte, die ohnehin nur neutrale Süßkraft verlangen, ist er deshalb weniger geeignet. Dafür wäre er schlicht zu schade. Gelagert wird das Glas dunkel, trocken und bei Zimmertemperatur, dann hält es sich über Jahre.

Salvatore Novara bündelt, was kleine Imker ernten

Hinter diesem Honig steht keine einzelne Großimkerei, sondern die Antica Bottega Siciliana, eine Kuratoren-Marke aus der Provinz Trapani. Zuhause ist sie in Misiliscemi, zwischen Weinfeldern und den Salinen der sizilianischen Westküste. Ihr Gründer Salvatore Novara lebte in Nordfrankreich und Rom, bevor er zurückkehrte. Sein Ziel: den Familienbetrieb ausbauen und die Erzeugnisse kleiner sizilianischer Produzenten nach Europa bringen. Novara versteht sich dabei weniger als Händler denn als Kurator. Er wählt aus, erzählt die Herkunft und bringt die Gläser über die Insel hinaus. Gearbeitet wird nach überlieferten bäuerlichen Rezepten, bewusst fern industrieller Abläufe.

Für den Honig bedeutet das: Die Bienenvölker kleiner Imkereien stehen in der Macchia des Hinterlands. Dort blühen Sulla, Distel, wilder Dill und viele spontane Wildblumen vom Frühjahr bis in den Sommer. Welche Blüte gerade Nektar liefert, entscheiden Wetter und Boden, nicht ein Rezept. Die Fachsprache nennt dieses Nektarangebot einer Landschaft die Tracht. Millefiori, wörtlich „tausend Blüten", heißt in Italien der polyflorale Honig, der daraus entsteht.

Nach der Ernte wird der Honig kalt geschleudert. Das heißt: Er verlässt die Waben bei Raumtemperatur, allein durch Zentrifugalkraft, und wird nicht pasteurisiert. Industrielle Ware wird dagegen häufig auf über 70 °C erhitzt, damit sie monatelang klar und flüssig bleibt. Flüchtige Blütenaromen gehen bei dieser Behandlung verloren. Hier bleibt das Aromenspektrum der Landschaft erhalten, samt der natürlichen Neigung zu kristallisieren. Das Wasserbad bei höchstens 40 °C macht ihn wieder flüssig, ohne Aromen einzubüßen. Der Hersteller weist zudem die Erntekampagne aus. Sie wissen also, aus welchem Jahr Ihr Glas stammt. Und der Honig kommt aus einer einzigen Region, nicht aus einem Tank voller Länder-Mischungen. Ein Blick auf handelsübliche Etiketten zeigt, wie selten das geworden ist.

Viele Trachten in einem Glas statt einer einzigen

Anders als ein Sortenhonig bildet der Wildblütenhonig nicht eine Blüte ab, sondern einen ganzen Blühkalender. Wie groß der Unterschied ausfällt, zeigt der direkte Vergleich mit dem monofloralen Sulla-Honig aus demselben Haus, hell und bewusst zurückgenommen. Zwischen beiden liegt der Unterschied zwischen Solostimme und Chor: Der eine perfektioniert eine einzige Note, der andere lebt vom Zusammenspiel.

Eine Eigenschaft sollten Sie dabei mögen: Von Ernte zu Ernte verschieben sich die Nuancen. Wer in jedem Glas exakt denselben Geschmack erwartet, ist mit standardisierter Ware besser bedient. Alle anderen erhalten ein ehrliches Naturprodukt mit Herkunft und Jahrgangscharakter. Wer den Gedanken weiterspinnt, verkostet zwei Erntejahre nebeneinander, wie bei einer kleinen Weinprobe.

Als Mitbringsel für Gastgeber macht das 250-Gramm-Glas eine gute Figur. Ebenso im Geschenkkorb neben weiteren Spezialitäten der Antica Bottega Siciliana oder als süßer Baustein eines Käseabends mit Freunden. Ein Glas, das sich ohne großen Anlass verschenken lässt und trotzdem eine Geschichte mitbringt.

Ein Honig, der Jahr für Jahr neu erzählt, was zwischen Trapani und dem Hügelland geblüht hat — Löffel für Löffel.


Nutritional Information

Nutritional information per

100g / ml

Energy (kJ)

1268 kJ

Energy (kcal)

303 kcal

Bold

0 g

of which saturates

0 g

Carbohydrates

80,3 g

of which sugars

80,3 g

Protein

0,6 g

Salt

0 g

Alcohol content

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% vol

Ingredients

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Wildblütenhonig

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