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Oliver Zeter

Blanc de Noir La Taille – 2025

Trockener Blanc de Noir aus der Pfalz von Oliver Zeter

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Oliver Zeter Blanc de Noir La Taille 2025. Drei rote Burgunder, weiß gekeltert, in alten Barriques gereift.

Oliver Zeter Blanc de Noir La Taille 2025 ist ein trockener Pfälzer Weißwein aus drei roten Pinot-Sorten, gewonnen aus der zweiten, sanfteren Pressung der Handlese. Kein Roséwein, kein Schaumwein, kein klassisch fruchtiger Weißburgunder.

Oliver Zeter Blanc de Noir La Taille 2025 ist ein Blanc de Noir aus der Pfalz. Weiß gekeltert aus Pinot Noir, Pinot Meunier und Pinot Madeleine. Gereift im gebrauchten Burgunderfass mit langem Hefekontakt. Im Glas zeigt sich ein zurückgenommener, leicht patinierter Goldton — mehr Architektur als Sommerterrasse. Wer den ersten Schluck erwartet, bekommt keine flotte Aperitif-Geste. Stattdessen eine ruhige Linie aus heller Frucht, Steinmehl und feiner Phenolik aus dem Holzlager.

Heller Steinobstkern und ein leiser Holzschatten

Aus dem Glas zieht ein zurückhaltendes Bukett. Zerstoßene Mirabelle, ein Schimmer Birnenschale. Dahinter Iris, Akazie und ein Anflug geriebene Haselnuss. Die rote Herkunft der Trauben verrät sich nicht an der Farbe. Sie spürt man als leisen Griff am Gaumen, fast wie bei einem gut gekühlten weißen Burgunder aus dem Holzfass.

Am Gaumen läuft der Blanc de Noir eher in die Länge als in die Breite. Statt eines breiten Fruchtbogens zeichnet sich eine kantige, kreidige Linie ab. In der Mitte nimmt sie etwas Brioche und gerösteten Mandelkern auf. Im Abgang geht das Ganze in eine helle Salzigkeit über. Die Säure ist da, aber nie spitz. Das Holz ist da, aber nie laut. Eher reserviert als verführerisch, eher Struktur als Frucht.

Wer eine klare Pfirsich-Fruchtbombe erwartet, wird den La Taille als zu zurückhaltend empfinden. Er belohnt das zweite Glas, nicht das erste. Ein paar Atemzüge im Glas sind nötig, bevor er sich öffnet. Auch für das Probieren am Stehbuffet oder zwischen zwei Gesprächen ist er nicht das richtige Format — dafür ist sein Spiel zu leise.

Begleiter für Fisch, Pilze und ruhige Menüs

Der La Taille trinkt sich kellerfrisch, nie eiskalt. Aus einem etwas weiteren Glas bekommt das Holz Luft. Zu mehlig kochenden Kartoffeln mit brauner Butter und Forelle zeigt er, wo seine Stärke liegt. Auch zu einer Tarte mit gerösteten Pilzen und Thymian ist er der ruhige Mitspieler. Oder zu einem hellen Linguine-Teller mit Zitrone und Petersilie. Sein Revier sind Gerichte mit Umami und wenig Wettbewerb auf der Aromaspur.

Bei stillen Käsen — gereiftem Comté, mittelaltem Manchego, einem trockenen Ziegen — übernimmt er die Rolle des sauberen Korrektivs. Er unterläuft die Käsefette, ohne sich aufzudrängen. Wer einen Pfälzer Pinot-Kollegen für den Rotweingang sucht, findet ihn im hauseigenen Pinot Noir. Spannend wird es, wenn Sie ein Glas Zeró Grande Cuvée daneben stellen. Denselben Lesezug, aber als Sekt aus dem freien Saftablauf — eine kleine Übersetzungsübung im Glas.

Aus Erfahrung: Öffnen Sie die Flasche eine halbe Stunde vor dem ersten Glas. Oder dekantieren Sie sie kurz in eine Karaffe. Direkt aus dem Kühlschrank wirkt der La Taille zugeknöpfter, als er ist. Zu intensiv-süßen Saucen, scharfen Currys oder reduzierten Tomatengerichten ist er nicht geeignet. Dafür fehlt ihm die nötige Frucht-Wucht.

La Taille — was die zweite Pressung mit dem Wein macht

In der Champagne wird der Saft einer Pinot-Lese in zwei Akten gewonnen. Zuerst die „Cuvée“ — der freie, klarste Saftablauf. Er bringt die zarteste Säurelinie und die längste Lagerfähigkeit mit. Danach die „Taille“ — die zweite, sanfte Pressung. Sie löst mehr Phenolik, mehr Würze und mehr Substanz aus den Beerenschalen heraus. In der Champagne wandert die Cuvée in die großen Hausweine. Die Taille gilt klassisch als das eigenwillige, etwas rustikalere Geschwister. Sie geht in Reserven oder in jüngere Cuvées.

Oliver Zeter dreht den Spieß um. Der freie Saftablauf seiner Pinot-Lese fließt in den Zeró Grande Cuvée, seinen Flaschengär-Sekt. Die Taille — der Saft, den die meisten Häuser nur als Zweitqualität sehen — bekommt einen eigenen Stillwein. Spontan vergoren in gebrauchten 228-Liter-Burgunderfässern. Danach rund fünf Monate auf der Vollhefe gereift. Genau dieses Reifeprofil verleiht dem La Taille seine Hefe-Note, seinen Würzeschatten und seine Länge. Es ist ein Wein, der aus einer Selbstverständlichkeit der französischen Weinwirtschaft eine bewusste Stilfrage macht. Auf dem deutschen Markt steht er fast alleine in seinem Etikett.

Die Idee dahinter: nicht der lauteste, sondern der vielleicht ehrlichste Teil der Lese soll seinen eigenen Auftritt bekommen. Das setzt Vertrauen in die Trauben voraus und Geduld im Keller. Beides hat Oliver Zeter in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Neustadt an der Weinstraße aufgebaut, zunächst als „Sauvignon-Mann der Pfalz“, inzwischen mit einem breiten Pinot-Programm. Der La Taille ist in diesem Programm das stillste, aber vielleicht charakterstärkste Stück.

Eigene Schublade zwischen Weißburgunder und Schaumwein-Grundwein

Wer den La Taille probiert, findet im Aromen-Gedächtnis keine passende Schublade. Er ist kein klassischer Pfälzer Weißburgunder. Er ist kein burgundischer Chardonnay aus dem ersten Holz. Auch kein Rosé. Er ist ein Stillwein, der dort entsteht, wo andere Häuser aufhören zu pressen. Genau diese Position macht ihn zu einem ungewöhnlichen Mitbringsel zu einem Menüabend. Oder zu einer interessanten Blindprobe zwischen Vor- und Hauptgang. Oder zu einer Flasche, mit der Sie am Tisch eine kleine Geschichte erzählen können.

Schenken Sie ihn an Menschen, die schon viel im Glas hatten und denen ein Standard-Weißburgunder zu wenig zu sagen hat. Servieren Sie ihn als Apéritif vor einem fischlastigen Menü. Oder als ruhige zweite Flasche nach einem klassischen Riesling. Er ist auch eine schöne Wahl für ein Verkostungs-Quiz unter Freunden — dort, wo Etiketten zugedeckt sind und nur das Glas spricht. Wer ein klassisches Weingeschenk im Sinne von „kräftig, fruchtig, sofortig“ sucht, sollte allerdings einen anderen Wein wählen. Der La Taille ist eine Flasche für Menschen, die einen Wein aus der Nähe lesen wollen, nicht aus der Distanz konsumieren.

Probieren Sie ihn am besten in einer kleinen Reihe: ein Schluck La Taille, ein Schluck eines klassischen Weißburgunders, ein Schluck eines Pfälzer Pinot Noir. So zeigt sich, was die Wahl der Pressung mit demselben Trauben-Material macht. Sie schmecken nicht nur einen Wein, Sie schmecken eine Entscheidung. Und entdecken nebenbei, dass Pinot weiß gekeltert nicht zwangsläufig blass schmecken muss.

Servieren Sie ihn dort, wo ein Wein nicht laut sein muss, um aufzufallen — und beobachten Sie, wie das zweite Glas das erste erklärt.

Oliver Zeter

Oliver Zeter macht charakterstarke Weine aus der Pfalz, vom knackigen Sauvignon Blanc bis zum kräftigen Syrah. In Neustadt an der Weinstraße baut der Quereinsteiger als Négociant éleveur Weiß- und Rotweine aus, die Frische, Eleganz und Sortentypizität vereinen. Von "Der kleine Bär" bis zu Premium-Lagenweinen – jeder Zeter-Wein überzeugt durch Stil und Substanz.


Nutritional Information

Nutritional information per

100g / ml

Energy (kJ)

285

Energy (kcal)

68

Bold

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of which saturates

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Carbohydrates

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of which sugars

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Protein

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Salt

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Alcohol content

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11.5% vol

Ingredients

Ingredients

Trauben, Konservierungsstoffe und Antioxidationsmittel: Sulfite, Unter Schutzatmosphäre abgefüllt. | Enthält geringe Mengen von: Fett, gesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Salz

Allergens

Sulfite

Distributor

Oliver Zeter
Oliver Zeter eGbR
Weinstraße 79, 67434 Neustadt an der Weinstraße, Deutschland

06321–9700933
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