Moutarde de Meaux – grober Senf aus der Brie
Unter dem Namen Moutarde de Meaux wird in der Kleinstadt Meaux an der Marne ein grober Senf nach einem Rezept aus dem Jahr 1760 hergestellt, bekannt geworden unter dem Namen Pommery. Heute produziert ihn das Familienunternehmen Les Assaisonnements Briards, das aus einer Essigmacherei des 19. Jahrhunderts hervorgegangen ist.
Ganze Körner, feiner Essig, roter Siegellack
Ein Teil der Senfsaat bleibt ganz, ein Teil wird gemahlen, angemacht wird mit Branntweinessig, Salz und Gewürzen. Das Ergebnis ist ein körniger, eher milder Senf mit warmer Würze. Abgefüllt wird er in Steinguttöpfe, die mit Naturkorken verschlossen und mit rotem Lack versiegelt werden. Den internationalen Senfwettbewerb World-Wide Mustard Competition gewann er 2019 in seiner Kategorie.
Wozu er passt
Der Senf aus Meaux begleitet in Frankreich traditionell den Pot-au-feu und gekochtes Fleisch. Er passt zu Würsten, Aufschnitt und Käse, in Saucen zu Kaninchen und Geflügel und in kräftige Vinaigretten. Wer einen scharfen, glatten Senf sucht, ist mit einem Dijon besser bedient.